Reportage Osttour

Die Filmreihe Osttour, in bewährter Zusammenarbeit mit der Stiftung Aufarbeitung Berlin, zeigt uns Leben und Schönheit Deutschlands aus dem Blickwinkel von Migranten, die Träume der Lausitz mit gesetzter Romantik lässt manches vergessen und fordert zur Diskussion auf.

Zwischen Polen und Deutschen vermischen sich Zeit und Bilder und eine tschechische Reisegruppe lädt uns gar nach Nordkorea ein um zu erfahren was es heißt in einer Diktatur zu leben. 

Auf den Spaziergänge an der eingerissenen und doch noch vorhandenen "Mauer" begleiten uns einige Haasen und Tilda Swinton. 

Ein buntes Kaleidoskop von Bildern, Menschen und anderen wichtigen Dingen des Lebens welches sich  weit über die Reportage hinaus auch mit Entwicklungen und Befindlichkeiten befasst.

 

Träume der Lausitz

D 2009, 85 min, dt

Regie: Bernhard Sallmann

 

Die Lausitz, das sind neuentstandene große Seen, in denen man beim Baden "rostet". Die Lausitz bietet weite Landschaftsformationen, die an den Grand Canyon des "Wilden Westens" erinnern. Die Lausitz birgt aber auch den alten Traum des Fürst Pückler. Den Traum von einer Landschaft für Menschen. In der Lausitz passiert mehr, als wir zu träumen wagen.

 

Donnerstag 6.5. 20.00 h Alte Wasserkunst Bautzen

Freitag 7.5. 18.00 h Hillersche Villa

Samstag 8.5. 10.00 h Kunstbauerkino 1

Freitag & Samstag ist Bernd Sallmann anwesend

 

Dienstag 11.5. 20.30 h Camillo Görlitz (Nachspiel)

Mittwoch 12.5. 20.30 h Camillo Görlitz (Nachspiel)

Samstag 22.5. 19.00 h Turmvilla Bad Muskau (Nachspiel)

 

 

Mein Deudshland

 

D 2010 , 85 min, dt

Mit Suzan Demircan, Njamy Sitson, Gülay Hakerek, Bobet Nlomboi, Nsi Keto

 

Eine Liebesgeschichte unter Migranten, die nicht nur mit der Integration in Deutschland, sondern auch mit Mentalitätsunterschieden zu kämpfen haben.

Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen der in Deutschland geborenen Türkin Jack, die eine Zwangsheirat hinter sich hat, und dem afrikanischen Asylbewerber Fesal, dem die Abschiebung droht.

An authentisch Orten gedreht, zum Teil mit authentischen Darstellern erzählt: Mal witzig, mal ernst und traurig.

Ein filmisches Plädoyer für gegenseitigen Respekt und Anerkennung der kulturellen Vielfalt in Deutschland.

 

Samstag 8.5. 15.00 h Kunstbauerkino 2

Regisseur Martin Pfeil zu Gast

 

Rabbit a la Berlin

Pl / D 2009, 51 min                                       

Regie: Bartek Konopka, Piotr Rosolowski 

 

 Auf einem 120 Kilometer langen Grenzstreifen, der Berliner Mauer, entstand über die Jahrzehnte des Kalten Krieges und eher zufällig eine Art überdimensionaler, reichbevölkerter Kaninchenbau.
Ironie der Zeitgeschichte: was auf der einen Seite über 28 Jahren für Menschen aus Ost und West die Todeszone war, bot andererseits den Wildkaninchen Schutz und Nahrung und machte es zu dem sichersten Platz "“ den sie wohl je hatten.

 

Donnerstag 6.5. 20.00 h Hillersche Villa

 

 

Invisible Frame

 

D 2009, 60 min ,OmU

Regie: Cynthia Beatt

 

Tilda Swinton auf den Spuren der Berliner Mauer. Wo einst der Stillstand des organischen Wachstums durch den Mauerbau die Landschaft prägte, verwischen 20 Jahre nach dem Fall der Mauer unkontrolliertes Wachstum oder Bebauung die Spuren des Grenzverlaufs. Persönliche Reflexionen von Tilda Swinton als innere Monologe ergänzen die aus Originaltönen komponierten "Soundscapes" von Simon Fisher Turner.

 

Donnerstag 6.5. 21.00 h Hillersche Villa

Mittwoch 12.5. 20.30 h Kunstbauerkino 1 (Nachspiel)

 

Vitejte v KLDR / Welcome to North Korea

 

CZ 2009, 72 min, OmU        

Regie: Linda Jablonská

 

 

Zusammen mit einer tschechischen Reisegruppe gibt Linda Jablonská in Peking ihr Handy und das Teleobjektiv ab und begibt sich auf eine streng überwachte Reise nach Nordkorea. In ihrem Film besucht sie zusammen mit der Reisegruppe Sehenswürdigkeiten wie Pionierhäuser, ein Armeemuseum oder die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Südkorea. Und sie stellt die Mitglieder der zweiten tschechischen Reisegruppe nach 1989 mit Ziel Nordkorea vor. Was hat die 27 Touristen dazu bewogen, für sechs Tage auf ihre Privatsphäre und persönliche Freiheit zu verzichten und für 60.000 Kronen diese "Reise ins Unbekannte" zu unternehmen, wie sie im Katalog des tschechischen Reisebüros angeboten wird.

 

Samstag 8.5. 18.00 h Hillersche Villa

Sonntag 9.5. 15.00 h Kunstbauerkino 1

 

 

Berlin Stettin

Deutschland 2009  / 110  min,  dt

Regie: Volker Koepp

 

 

In BERLIN - STETTIN zieht es Volker Koepp zurück in seine früheren Lebenslandschaften. Seine eigene Biografie überlagert sich mit der Biografie seiner wiedergefundenen Protagonisten, mit der Geschichte dieses Landstrichs. Und wieder findet er neue Menschen und Landschaften, neue Themen und einen neuen Ansatz, sie zu erzählen.

 

Samstag 8.5. 16.15 h Hillersche Villa

Samstag 22.5. 21.00 h Turmvilla Bad Muskau (Nachspiel)

 

Zaungäste

 

Pl,D 2008, 82 min, OmU       

Regie: Matl Findels, Leszek Dawids

 

Der deutsche Regisseur drehte 25 Szenen in Polen, der polnische die gleiche Anzahl in Deutschland. Beobachtungen mit unbewegter Kamera, auf Straßen und Plätzen, in Häusern und Läden, auf Bahn- und Bauernhöfen, oft aus der Totale, ohne Interviews und Kommentare. Alltagsszenen, die sich ergänzen, reiben, gegenseitig kommentieren.  Die meisten Bildpaare vermitteln den Eindruck, dass der Alltag in den Nachbarländern ziemlich ähnlich aussieht und man gar nicht recht weiß, wo man sich nun befindet: hüben oder drüben.

 

Freitag 7.5. 15.00 h Hillersche Villa