Spezial

Unter der Überschrift  "Spezial" haben wir Filme zusammen gebracht die uns wichtig sind zu zeigen und doch in keiner der üblichen Kategorien Eingang gefunden haben.

"Halbe Portion" ist auch nur eine Halbe Portion,mit 50 Minuten zu kurz für den Spielfilm Wettbewerb und zu lang für den Kurzfilm Wettbewerb, aber ein Film nachdem man das Kino mit viel gutem Gefühl verlässt sollte den Festivalgästen nicht vorenthalten werden. "Eines Tages"  aus Deutschland ist genau so wie "Morgen wird es besser" aus Polen eine besondere Geschichte und beide haben bereits viel Beachtung gefunden.

Geschichten zwischen Jugend und Altser die tief gehen und mehr als nur oberflächliches Abhaken von scheinbar Alltäglichem sind.

 

Halbe Portionen

D 2011,  52 min , dt

Regie: Martin Busker 

"Halbe Portionen" handelt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Jungen Luka und Umut, die sich durch Zufall in den Straßen von Stuttgart begegnen. Während Luka stumm ist und nur mit Hilfe einer skurrilen Handpuppe kommunizieren kann, plappert der türkische Umut am laufenden Band. Polizist will er werden, Geheimagent oder vielleicht Bodyguard. Auf jeden Fall will er ziemlich cool sein und in der Gang seines Bruders gut ankommen. In Luka sieht er zunächst nur einen durchgeknallten Psycho, doch als er dessen traurigem Geheimnis auf die Schliche kommt, fängt Umut an zu verstehen. Beide erleben gemeinsam den wohl aufregendsten Tag in ihrem Leben, an dessen Ende sie ein gutes Stück erwachsener geworden sind.

 

Sonntag 8.5. 15.00 h Kunstbauerkino 2, Großhennersdorf

zu Gast: Martin Busker

Eines Tages

D 2009 ,  97 min , dt

Regie: Iain Dilthey  

Darsteller: Horst Janson, Annekathrin Bürger, Heinrich Schafmeister, Verena Zimmermann, Irene Fischer, Herbert Schäfer, Ulrike C.Tscharre, Sema Meray, Andreas Schmidt

Das Gesicht der alten Frau ist verwittert. Aus dem Bett heraus hält Hede mit beiden Händen die Wangen ihres Sohnes Leon fest. In ihren Augen steht die Angst. "Bring mich nicht zur Polizei, Leon!" Ihr Flüstern ist gebrochen: "Mein Kopf ist ein Loch"¦., aber bitte bring"™ mich nicht weg."

Eine Schlüsselszene des Spielfilms "Eines Tages"¦", der in drei ineinander verwobenen Episoden von Menschen mit Demenz in unterschiedlichen Krankheitsstadien erzählt.

 

Samstag 7.5. 15.00 h Kunstbauerkino 1, Großhennersdorf

 

 

Jutro bedzie lepiej / Morgen wirds besser

Polen 2010 , 118 min, O + dtÜ

Regie: Dorota Kedzierzawska 

Lyapa, Vasja und der kleine Petya schlagen sich durch Wälder, doch Ausreißer im engeren Sinne sind sie nicht. Es vermisst sie nämlich niemand. Die drei heimatlosen russischen Jungs reisen durch Polen auf der Suche nach einem besseren Leben und mit der Hoffnung, dass das Leben irgendwo anders und besser sein muss.

 

Die Geschichte von "Tomorrow will be better" basiert auf einer wahren Begebenheit. Die Regisseurin hörte im polnischen Radio von zwei russischen Brüdern aus sehr armen Verhältnissen, Kindern noch, die sich alleine über die Grenze geschlagen hatten und die nun hofften in Polen Aufnahme zu finden. Die Hörer wurden vom Radiomoderator aufgefordert darüber abzustimmen, ob diese Jungs in Polen bleiben dürften oder nicht. Das Ergebnis der Telefonwahl der polnischen Radiohörer war jedenfalls 50:50. Das heißt, die Hälfte der Anrufer war der Meinung, dass man die Kinder nach Russland abschieben sollte. Die Regisseurin war nach eigenen Angaben so schockiert über das Abstimmungsverhalten ihrer Landsleute, dass sie beschloss diese Geschichte zu erzählen.

 

Als bewegend, beklemmend und schauerlich wurde der Film "Jutro bedzie lepiej - Tomorrow Will Be Better" durchweg bezeichnet. In den Hauptrollen von diesem bewegenden Kino-Film sehen Sie Aleksandra Billewicz, Zygmunt Gorodowienko und Angelika Kozic.

 

Samstag 7.5. 10.00 h Kunstbauerkino 1

 

 

Drei

 

 

Deutschland 2010 ,119 min, dt

Regie: Tom Tykwer

mit: Sophie Rois, Sebastian Schipper, Devid Striesow, Annedore Kleist, Angela Winkler, Alexander Hörbe, Winnie Böwe, Hans-Uwe Bauer, Peter Benedict, Edgar M. Böhlke

Seit 20 Jahren sind Hanna und Simon ein Paar. Sie leben in Berlin, nebeneinander und miteinander in kämpferischer Harmonie. Sie sind attraktiv, modern, gereift, kinderlos, kultiviert, ernüchtert. Fremdgehen, Kinderwunsch, Zusammenziehen, Fehlgeburten, Flucht und Rückkehr: Die Kulturmoderatorin und der Kunsttechniker haben vieles hinter sich, aber nicht mehr ganz so viel vor.

Bis sich beide, ohne voneinander zu wissen, in denselben Mann verlieben. Adam Born, Stammzellenforscher. Ein Mensch mit vielen Gesichtern, charmant, geheimnisvoll, ein Mann der Tat, kein Zauderer. Erst lässt sich Hanna mit ihm ein, wenig später auch Simon. Heimlich führen sie ihre Affären mit Adam, nicht ahnend, wie sehr das Geheimnis, das sie voreinander haben, sie miteinander verbindet. Erst als Hanna unverhofft schwanger wird, werden die drei Liebesbeziehungen ernsthaft auf die Probe gestellt.

Eins und eins kann zwei ergeben. Und manchmal auch drei. Und bisweilen sogar fünf: Lässig und konzentriert erzählt Tom Tykwer in seinem neuen Film DREI von einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, und erweist sich dabei erneut als Meister über Zufall und Schicksal.

 

 

 

 

Samstag 7.5. 22.00 h Kronenkino, Zittau