Idee des Festivals

Im südöstlichsten Zipfel der Republik, im Dreiländereck Tschechien-Polen-Deutschland, entstand das Neiße Filmfestival in Zusammenarbeit von Filmclubs aus dem sächsischen Großhennersdorf, dem tschechischen Liberec und dem polnischen Jelenia Góra, um jährlich einen Einblick in das Filmschaffen der drei Nachbarländer zu bieten.

Besonders und einzigartig am Neiße Filmfestival ist sein genreübergreifender, trinationaler Charakter mit grenzüberschreitenden Filmvorführungen und Veranstaltungen an zwanzig Spielorten im Dreiländereck an der Neiße und einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Partys, welches gemeinsam mit Kooperationspartnern in allen drei Ländern organisiert wird. Denn ein wesentlicher Aspekt des Festivals ist die Vernetzung der Programmkinos in der Region, um diese zu stärken und dem lokalen Publikum ein besonderes kulturelles Angebot zu bieten.

Der Grenzfluss Neiße wurde zum Namensgeber des Festivals, da er alle drei Länder miteinander verbindet – die Neiße-Fische (Preisskulpturen des Neiße Filmfestivals), welche sich im Fluss grenzüberschreitend bewegen, dienen als symbolisches Vorbild für das Festival.

Besonderer Anreiz für Branche und Publikum sind die Film-Wettbewerbe: Neben den drei deutsch-tschechisch-polnischen Wettbewerben für den besten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm werden der „Spezialpreis des Filmverbandes Sachsen“, der Preis für die „Beste darstellerische Einzelleistung“, der Preis für „Bestes Szenenbild“ und zwei „Publikumspreise“ für je einen Kurz- und einen Langfilm vergeben.

Ein Ehrenpreis wird seit dem 11. Neiße Filmfestival 2014 an eine besondere Persönlichkeit des Films aus Deutschland, Polen oder der Tschechischen Republik verliehen.

Das Festival versteht sich auch als Fenster nach Osteuropa. Mit weiteren Filmreihen öffnet es den Blick auf Zusammenhänge und Beziehungen der Völker Osteuropas und der jeweiligen filmischen Auseinandersetzung von Vergangenheit und Gegenwart.