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Pressemeldungen

    • NFF 2019 - PM 05

    • 16. Neiße Filmfestival im Dreiländereck an der Neiße (24.04.2019)
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    • Vom 7. bis 12. Mai 2019 geht das Neiße Filmfestival in seine 16. Runde. An den sechs Festivaltagen erwarten das Publikum rund 120 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in drei Wettbewerben und diversen Filmreihen sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Lesungen und Diskussionen, Konzerten und Partys an zwanzig Spielorten entlang der Neiße.
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    • Trinationale Wettbewerbe an der Neiße
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    • Im Hauptwettbewerb des Neiße Filmfestivals um den besten Spielfilm treten neun aktuelle Produktionen an, je drei aus Deutschland, Polen und Tschechien. Zu sehen ist u.a. die Tragikomödie "Frau Stern" von Anatol Schuster, gleichzeitig Eröffnungsfilm des Festivals. Zu Gast sind dabei neben dem Regisseur auch die beiden Darsteller Kara Schröder und Adrian Campean. Aus Tschechien kommt der Beitrag "Chvilky" (Momente) von Beata Parkanová. Hauptdarstellerin Jenovéfa Boková wurde für ihre Rolle als junge Frau, die sich in ihrem Leben zurechtzufinden versucht, bereits mit dem tschechischen Filmpreis, dem Český lev (Böhmischer Löwe) ausgezeichnet. Der polnische Beitrag "Wilkolak" erzählt in einer furiosen Mischung aus Horrorthriller, Coming-on-Age-Drama und Kriegsfilm die Geschichte von acht jüdischen Kindern, die im Sommer 1945 nach ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager auf sich allein gestellt ums Überleben kämpfen.
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    • Auch im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm gehen insgesamt neun Produktionen ins Rennen, wie der polnische Beitrag „Urosłam, kiedy spałaś“ (Ich bin gewachsen, als du geschlafen hast) von Marcin Sauter über den Aufbruch junger Menschen aus der weißrussischen Provinz und ihre Suche nach dem Glück. Der deutsche Dokumentarfilm "Lovemobil" von Elke Margarete Lehrenkrauss erzählt von Straßenprostitution und zeigt Schicksale und persönliche Bekenntnisse der Beteiligten, die uns Zugang zu intimen Gefühlen, Träumen und Werten verschaffen und Einblicke geben in tagtägliche Ausbeutung - mitten in Deutschland.
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    • Der Kurzfilm-Wettbewerb beim Neiße Filmfestival umfasst in diesem Jahr mit Spiel- und Dokumentarfilmen sowie Animationen eine große künstlerische Breite, zeigt Komödien und Tragödien, bringt den Betrachter zum Lachen, aber vielleicht auch zum Innehalten. Schon immer soll dieser Wettbewerb vor allem jungen Filmemachern eine Leinwand bieten und zeigt so überwiegend Filme von Studierenden.
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    • Festivalfokus „Homo politicus“
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    • Im wichtigen Wahljahr 2019 wird sich der Festivalfokus auf den "Homo politicus" richten. Dabei sollen die historischen und politischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte cineastisch aufgearbeitet werden – aus dem Blickwinkel von Protagonisten, die es zu identifizieren gilt. In der entsprechenden Filmreihe stellt Eszter Hajdú ihren Dokumentarfilm "Hungary 2018 – Behind the Scenes of Democracy" über den komplexen politischen Diskurs vor einer wegweisenden Präsidentschaftswahl in Ungarn vor. Andreas Voigt zeichnet in seinem Dokumentarfilm "Glaube, Liebe, Hoffnung" (1994) das Porträt von drei jungen Leipzigern im Umbruch und erzählt von den Transformationsprozessen um 1990, beginnend in der Zeit der DDR. Das Politdrama "Wackersdorf" von Oliver Haffner schildert den Mitte der 80er-Jahre eskalierenden Kampf um die geplante atomare Wiederaufarbeitungsanlage in der oberpfälzischen Gemeinde. Zur Vorstellung im Kunstbauerkino ist neben dem Regisseur selbst auch Hans Schuierer zu Gast, damaliger Landrat und Hauptfigur des Films.
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    • Zum Programm der Fokus-Reihe gehört ebenfalls eine Lesung mit dem Schriftsteller und Essayisten Utz Rachowski. Rachowski, der 1982 aus DDR-Haft entlassen und in den Westen abgeschoben wurde, liest in Großhennersdorf nachdenkliche, hintergründige, manchmal fröhliche, gelegentlich melancholische, aber immer klugen Texte aus seinem Gedichtband "Die Dinge, die ich vergaß". Ein Vortrag unter dem Titel "Der Blick von unten“ beleuchtet im Festivalfokus außerdem mit spannenden Filmausschnitten, wie das sächsische Lokalfernsehen die Transformation ins vereinte Deutschland von 1989 bis 1995 begleitete.
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    • Blick aus der Region über den Tellerrand und Klassiker im 70mm-Format
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    • In der Reihe "Regionalia" des Neiße Filmfestivals ist u.a. der DDR-Klassiker "Schwester Agnes" über eine engagierte Gemeindeschwester, die in dem kleinen Dorf Krummbach in der Oberlausitz arbeitet, zu sehen. Der durchaus sozialkritische Fernsehfilm wurde größtenteils in der Region gedreht. Zum Festival ist eine der noch lebenden Schauspielerinnen zu Gast: Ursula Staack. Sophia Bösch, Jurorin im Kurzfilm-Wettbewerb, präsentiert im Festivalprogramm ihren preisgekrönten Kurzfilm "Rå" über Jäger-Initiation in Schweden. In der Reihe "Polski Blues" ist der Dokumentarfilm "Dobra zmiana" (Die gute Veränderung) von Konrad Szołajski über aktuelle politische Entwicklungen in Polen zu sehen. Die Reihe "East-Tour" stellt u.a. zwei Beiträge aus dem slowenischen Nova Gorica, Zittaus Partnerstadt bei der Bewerbung zu europäischen Kulturhauptstadt 2025, vor: den Spielfilm "Izbrisana" (Ausradiert) von Miha Mazzini sowie den Kurzfilm "Ples ljubezni" (Liebestanz) von Leo Černic. Und das Centrum-Panorama im tschechischen Varnsdorf präsentiert in seiner 70mm-Reihe wieder Filmklassiker wie "Der König von Siam" (1956), "El Cid" (1961), "Grand Prix" (1966), "Alien" (1979) oder "2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen" (1984).
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    • Drei Länder, ein Festival!
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    • Seit 2004 bietet das Filmfest, das vom Kunstbauerkino e.V. in Großhennersdorf veranstaltet wird, jungen Filmemachern aus Deutschland, Polen, Tschechien ein Forum. Darüber hinaus stellt es dem jeweiligen Nachbarpublikum etablierte Filme und Regisseure vor und widmet sich Schwerpunktthemen. Besonders und einzigartig am Neiße Filmfestival ist sein genreübergreifender und trinationaler Charakter mit grenzüberschreitenden Veranstaltungen im gesamten Dreiländereck. Zu Höhepunkten im Festivalprogramm gehören neben den zahlreichen Filmen u.a. die Eröffnungsveranstaltung mit einem Konzert des deutsch-tschechischen Quartetts "UMFYR" am 7. Mai im Gerhard-Hauptmann-Theater Zittau, das Stummfilmkonzert mit der polnischen Band "Czerwie" zum Klassiker "Nosferatu" am 10. Mai in der Schauburg Zittau oder die Festivalparty mit Sarah Olivier (Frankreich) und DJ Theo Straylight am 11. Mai im Kunstbauerkino Großhennersdorf.
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    • 10 Neiße-Fische mit insgesamt rund 19.000 Euro dotiert
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    • Die feierliche Preisverleihung findet am 11. Mai im Miejski Dom Kultury in Zgorzelec statt. Mit den Neiße-Fischen werden hier neben den besten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen und den Publikumslieblingen u.a. die beste darstellerische Leistung, das beste Szenenbild und erstmals das beste Drehbuch prämiert. Außerdem wird ein Spezialpreis an einen Film aus dem gesamten Festivalprogramm vergeben, der sich dem Verständnis der Nachbarschaft von Deutschland, Polen und Tschechien widmet.
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    • Die neuen Preisträger können sich dabei in diesem Jahr auf einen deutlichen Zuwachs bei den dotierten Preisgeldern freuen. So wird u.a. der Drei-Länder-Filmpreis der sächsischen Kunstministerin für den besten Spielfilm im Wettbewerb von 5.000 Euro auf 10.000 Euro angehoben. Außerdem erhöhen die Stadt Görlitz und die Stadt Zittau ihre gestifteten Preisgelder für das beste Szenenbild bzw. den besten Dokumentarfilm von 1.000 Euro auf 3.000 Euro. Der neue Neiße-Fisch für das beste Drehbuch wird vom Hauptmann der Region Liberec gestiftet und ist mit 1.000 dotiert.
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    • Ehrenpreis für Jan Nowicki
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    • Den Ehrenpreis des Neiße Filmfestivals erhält in diesem Jahr der polnische Schauspieler Jan Nowicki. In einer Retrospektive aus seinem mehr als 200 Filmen schweren, internationalen Werk werden im Festivalprogramm "Das Sanatorium zur Todesanzeige" (1973), "Ich liebe dich - April! April!" (1988 ) und "11 Minuten" (2015) gezeigt. Neben Nowicki selbst ist dazu auch die ostdeutsche Kult-Regisseurin Iris Gusner zu Gast.
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    • Aktuelle Informationen gibt es online unter  www.neissefilmfestival.net
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    • Bildmaterial zum 16. Neiße Filmfestival zum Download:
    • https://www.dropbox.com/sh/jr47wkbcq55qckc/AAAPUj-HNgqk3n1xjpLeKzaSa?dl=0
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    • Schirmherren des 16. Neiße Filmfestivals sind Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Martin Půta, Hauptmann der Region Liberec, und Rafał Gronicz, Bürgermeister von Zgorzelec. Das 16. Neiße Filmfestival wird gefördert durch und mit Mitteln von: Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, Landkreis Görlitz - Wokrjes Zhorjelc, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Mitteldeutsche Medienförderung, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Liberecký kraj.
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    • Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Downloads

Fotos

 

Die Festivalleitung des Neiße Filmfestival

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(© Hannes Rönsch)

 

Ola Staszel

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(© Hannes Rönsch)

 

Antje Schadow

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(© Hannes Rönsch)

 

Andreas Friedrich

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(© Hannes Rönsch)

 

Das Team des Neiße Filmfestival 2017

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(© Hannes Rönsch)

 

Die Neiße-Fische 2016

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(© Hannes Rönsch)

 

Filmprojektor bei der Eröffnung des Neiße Filmfestival 2010

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(© Hannes Rönsch)

Grafik

 

Das Plakat des Neiße Filmfestival 2018

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(© KunstBauerKino e.V.)

Logos

Das Logo des Neiße Filmfestival 2017

Das NFF-Logo darf für Presseberichte ohne Rücksprache genutzt werden.

Jede anderweitige Nutzung ist mit dem Neiße Filmfestival abzusprechen.

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(© KunstBauerKino e.V.)


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