Medienpädagogische Angebote

Filme spielen bei der Entwicklung junger Menschen eine wichtige Rolle. Sie liefern Vorlagen für Verhaltensmuster "“ positiv wie negativ "“ sind spannend und lehrreich, erreichen sie auf emotionalem Wege. Kino als "Lesesaal" der Moderne ist Ort von Unterhaltung und (Film)Bildung und so bieten wir wieder Filme aus unserem Festivalprogramm als medienpädagogische Angebote für Schulen im Kulturraum Niederlausitz-Oberschlesien an.

Anmeldung für Schulvorführungen bei:

Grit Weidner

tel: 03583 / 779620

mail: g.weidner@remove-this.hillerschevilla.de

Coraline

USA 2008, 101 min, FSK ab 6 Jahre

Regie: Henry Selick

Eine bessere Welt, ein schöneres Leben. Davon hat Coraline schon immer geträumt: kein Vater, der meistens seine Ruhe will, keine Mutter, die kaum Zeit für sie hat, und bitte keine Silberfische in der Dusche. Was würde sie nicht alles geben für ein bisschen mehr Luxus, Spannung und Spaß? Und wer hätte gedacht, dass all das in ihrem neuen Zuhause schon hinter einer versteckten Tür auf sie wartet?

Die Tür führt Coraline direkt in eine etwas andere, spektakuläre Version ihres eigenen Lebens. Hier leuchten die Farben, hier stehen Pizza, Hot Dogs und Creme-Muffins auf dem Mittagstisch und, abgesehen von den seltsamen schwarzen Knöpfen auf ihren Augen, sind diese anderen Eltern weitaus spaßigere Abbilder ihrer Mutter und ihres Vaters. Der Alltag scheint hier wie eine endlose Zirkusvorstellung - doch als die andere Mutter versucht, sie für immer in diesem Parallelzuhause zu behalten, wird aus dem dauernden Spaß bitterer Ernst.

Ein einzigartiges Abenteuer über die Träume eines kleinen Mädchens und seine Prüfungen in einem gefährlichen Reich der Verlockungen. (quelle: universal)

 

 

7 oder warum ich auf der Welt bin

D 2010, 87 min, FSK ohne Altersbeschränkung

Regie: Antje Starost

mit: Albrecht, Basile, Chrysanthi, Jonathan

Dieser Film geht einen ungewöhnlichen Weg. Kinder nehmen uns mit in ihre Welt, in ihr Leben, und zeigen uns, was sie bewegt, was sie lieben, was ihnen am Herzen liegt, worüber sie weinen und lachen. Sieben Kinder aus aller Welt entwickeln ihre Antworten. Sie erzählen ihre Geschichten: mit dem Staunen über die Welt und dem Willen, etwas zu verändern.

Was es bedeutet, heute ein Kind zu sein. Ein Film über Kindheit und das Universum der Kinder. Authentisch, mit Ernsthaftigkeit und der Kraft der Phantasie, mit Raffinesse und Witz. Was Kinder sehen, bevor sie verlernen, Fragen zu stellen, die niemand beantworten kann. Ein Film über eine Welt, die Erwachsenen oft verborgen bleibt. Ein Blick wie in einen Spiegel und ein Ausflug in die eigene Kindheit. Den Kindern beim Denken zuschauen. (quelle: starost)

 

 

Goethe!

D 2010, 99 min, FSK ab 6 Jahre

Regie: Philipp Stölzl

mit: Alexander Fehling, Miriam Stein, Moritz Bleibtreu, Volker Bruch, Burghart Klaußner, Henry Hübchen, Hans-Michael Rehberg, Vitus Wieser

Der junge, bislang erfolglose Dichter Johann Goethe vernachlässigt sein Jura-Studium und wird deshalb von seinem wütenden Vater ans Reichskammergericht in ein verschlafenes Städtchen verbannt. Dort verliebt er sich unsterblich in die junge Lotte und ihr gemeinsames Glück scheint perfekt. Doch sie ahnen nichts davon, dass Lotte längst Johanns Vorgesetztem Kestner  versprochen ist ...

Mit seiner mitreißenden Geschichte von Liebe, Tod und Kunst ist GOETHE! ein Kinofilm, der das verstaubte Bild einer deutschen Legende in neuen Farben leuchten lässt. Philipp Stölzl inszeniert seinen Film intensiv, komisch und berührend vor den mit großem Aufwand realistisch nachgezeichneten Panoramen des 18. Jahrhunderts. (quelle: warner bros.)

 

 

Soul Boy

KE, D 2010, 60 min, FSK ab 6 Jahre

Regie: Hawa Essuman

mit: Samson Odhiambo, Leila Dayan Opollo, Krysteen Savane, Frank Kimani, Joab Ogolla, Lucy Gachanja, Katherine Damaris

Eines Morgens ist Abilas Vater  nicht mehr derselbe. "Sie haben mir die Seele weggenommen", sagt er und bleibt matt liegen. Beunruhigt läuft der Junge zur Mutter , doch die winkt ab - zu gerne trinkt der Vater zu viel Alkohol und redet dann wirres Zeug. Eigentlich glaubt auch Abila  nicht an die alten Mythen seines Volkes, aber was ist, wenn der Vater diesmal recht hat? Was ist, wenn seine Seele tatsächlich gestohlen wurde?

Die schönste und schwierigste Aufgabe ist es, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen: In ihrem Spielfilmdebüt SOUL BOY schickt die kenianisch-ghanaische Regisseurin Hawa Essuman ihren pfiffigen jungen Helden Abila auf eine turbulente Reise mitten hinein in die Geheimnisse des Kibera-Slums von Nairobi. Auf Augenhöhe der Kinder in Kibera erzählt der Film nicht nur ein spannendes und wunderbares Märchen, sondern auch vom Leben in einem der größten Slums Afrikas. (quelle: x verleih)

 

 

Jud Süß - Film ohne Gewissen

D 2010, 114 min, FSK ab 12 Jahre

Regie: Oskar Roehler

mit: Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Justus von Dohnányi, Armin Rhode, Martin Feifel, Ralf Bauer, Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Milan Peschel

Berlin 1939. Der mittelmäßig erfolgreiche, aus Österreich stammende Schauspieler Ferdinand Marian bekommt direkt von Joseph Goebbels  die Rolle des "Jud Süß" in dem gleichnamigen NS-Propagandafilm angeboten. Die Regie soll Veit Harlan  übernehmen. Eine einmalige Karrierechance für Marian. Hin- und hergerissen weigert er sich zunächst, vor allem wegen der Einwände seiner Frau Anna  und seiner Befürchtung, danach auf jüdische Rollen festgelegt zu werden.

Doch nachdem Minister Goebbels immer stärkeren Druck auf ihn ausübt, willigt er ein. Marian versucht, sich und seiner Frau einzureden, er könne die Rolle so spielen, dass der Titel-Bösewicht zum Sympathieträger würde. Doch selbst diese fromme Absicht macht sich der Film geschickt zunutze - sie steigert am Ende sogar noch dessen Wirkung auf die Massen. Marians Verstrickung in die Folgen dieser genau geplanten filmischen Propagandawaffe ist nicht mehr aufzuhalten ...

 

 

So finster die Nacht

S 2008, 114 min, FSK 16 Jahre

Regie: Thomas Alfredson

mit: Kí¥re Hedebrant, Lina Leandersson, Per Ragnar, Henrik Dahl, Karin Bergquist, Peter Carlberg, Ika Nord, Mikael Rahm

Oskar ist zwölf Jahre alt. Seine Eltern sind geschieden und er lebt mit seiner Mutter in einem der Häuserblocks im Stockholmer Vorort Blackeberg. Oskar ist ein Einzelgänger, der von seinen stärkeren Klassenkameraden eingeschüchtert und schikaniert wird. Verängstigt und vereinsamt gibt sich der Junge, wenn er allein ist, seinen Rachegedanken hin. Mit seinem Jagdmesser probt er eifrig, wie er sich gegen seine Mitschüler wehren kann.

Eines Abends trifft er auf dem Spielplatz Eli , ebenfalls zwölf und gerade zusammen mit ihrem Vater Hí¥kan  in die Nachbarwohnung eingezogen. Eli ist blass und ernst. Sie riecht seltsam, und die Kälte scheint ihr nichts auszumachen. Nur nachts kommt sie zu Oskar auf den Spielplatz, oft barfuß und bloß bekleidet mit einem Schlafanzug. Für Oskar ist Eli die Chance, endlich einen Freund zu finden. Eli gibt ihm Halt und die Kraft, sich gegen seine Widersacher zur Wehr zu setzen. Mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, getraut sich Oskar nun auch in der Realität zurückzuschlagen.

Ein ganz besonderer Film mit einer spannungsgeladenen Mischung aus Thriller, Romanze und Vampirgeschichte.  Basierend auf dem auch in Deutschland aufsehenerregenden Roman SO FINSTER DIE NACHT von John Ajvide Lindqvist. (quelle: mfa+)