Kombat 16

Deutschland 2004
Regie: Mirko Borscht / Buch: Jana Erdmann und Mirko Borscht / Kamera: Alexander Fischerkoesen / Schnitt: Markus Schmidt / Musik: Alexander Istschenko
Mit Florian Bartholomäi, Ludwig Trepte

Georg (16) lebt in Frankfurt/Main und ist Kampfsportler - der hessische Landesmeistertitel in Taekwondo ist für ihn zum greifen nah. Da bekommt sein allein erziehender Vater beruflich eine neue Chance in Frankfurt/Oder und Georg muss sofort mit ihm umziehen. In seiner neuen Klasse trifft er auf Thomas, den Anführer einer rechtsradikalen Clique. Gleich die erste Frage der Mitschüler ist: " Wo stehst du politisch? Links oder rechts?"
Da Georg keinen Teakwondoclub findet, der ihm gefällt, läßt er sich auf Thomas' Angebot ein, sich bei ihm einen Trainingsraum einrichten zu können. Dabei entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft zwischen den beiden, obwohl Thomas Georg eigentlich "nur" rekrutieren wollte. Seine rechten Kumpels beobachten das mit wachsendem Misstrauen und stellen schließlich Thomas' Führungsposition in der Gruppe in Frage. Eine Entscheidung steht an.

 

 

Hallesche Kometen

Deutschland 2004
Regie: Susanne Irina Zacharias / Buch: Sarah Esser und Ivan Dimov / Kamera: Dariah Moheb-Zandi / Schnitt: Philipp Stahl / Musik: Eike Hosenfeld, Moritz Denis
Mit Hanno Koffler, Peter Kurth, Max Riemelt

Kurz nach der Wende verlor Karl seine Stelle als Polier und hielt sich mit Gelegenheitsarbeiten und ABMs über Wasser. Er tat sich schwer mit den Umbrüchen des Gesellschaftssystems. Es war seine Frau und ihr lebensbejahender Charakter, die ihn immer wieder motivierten, seinen Platz in der neuen Gesellschaft zu suchen. Als sie vor gut zwei Jahren bei einem Autounfall starb, hat ihn das vollkommen "aus der Bahn geworfen". Ben ist hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis, für seinen Vater da zu sein und dem Wunsch sein eigenes Leben zu leben. Dabei hält er an der Hoffnung fest, dass Karl bald eine neue Arbeit findet, die ihn wieder unter Menschen bringen und unabhängig von seinem Sohn machen wird. Aber Karls Verweigerungshaltung dem Leben gegenüber bringt zunehmende finanzielle Schwierigkeiten. Ben versucht Geld zu beschaffen und gerät dabei in kriminelles Milieu. Ben wird klar, dass er endlich handeln muss. Nur er selbst kann es schaffen eine Veränderung herbeizuführen. Dabei hilft ihm die Liebe zu Jana, die voller Aufbruchskraft ist und bald ihr Au-Pair-Jahr in den USA antreten wird. Fast verpasst Ben die Chance sich zu öffnen und eine Verbündete zu finden, aber am Ende siegt der Mut gegen den Stillstand. Auch für Karl.

 

Die Boxerin

Deutschland 2005
Regie: Catharina Deus / Buch: Martina Klein / Kamera: Birgit Möller / Schnitt: Svenja Cussler, Daniela Boch / Musik Cassis
Mit Katharina Wackernagel, Fanny Staffa, Manon Straché, Martin Brambach

Irgendwo vor den Toren Berlins. Die Hoffnungslosigkeit hat sich wie eine zweite Haut über die Einwohner der kleinen Stadt gelegt. Auch das Mädchen Johanna, alias Joe, bestreitet, irgendwelche Träume zu haben. Aber nicht einmal den miesesten Job lässt man ihr, die als unattraktiv und nicht anpassungsfähig gilt; eine Ausgestoßene, ein Rebell wider Willen. Joe ist gezwungen, sich etwas zu suchen, was sie wirklich kann und woran sie glaubt. Und das ist der Traum, Boxerin zu werden, so wie einst ihr Vater ein Boxer war. Obwohl die Mutter völlig dagegen ist, der Trainer keine Mädchen im Club will und die Boxer Joe ablehnen, kämpft sie sich durch. Es beginnt ein schwieriger Prozess der Selbstbehauptung und der Erkenntnis, dass man mit dauernden Kompromissen nicht leben kann. Schließlich steht Joe im Ring und muss ihren ersten Boxkampf bestehen...

 

Ausgerissen / Zerwany

Polen 2003
Regie/Buch: Jacek Filipiak / Kamera: Bogumil Godfrejow / Schnitt: Zbigniew Kostrzewinski / Musik: Waldemar Wróblewski
Mit Krzystof Ciupa, Malgorzata Hajewska, Jan Frycz, Krzysztof Globisz

Die Geschichte von Mateusz, der elternlos aufwächst: Von der Pflegefamilie wird er in ein Kinderheim abgeschoben, um später als Jugendlicher in einem Heim für Schwererziehbare zu landen. Um ihn herum tobt eine Welt voller Gewalt und auch in der "normalen" Schule wird er nur gedemütigt.

"Ich wollte, daß dieser Film weh tut." sagt Jacek Filipiak und zeigt die Unfähigkeit der Institutionen, die, anstatt zu erziehen, die Psyche eines Kindes zerstören.

 

Den bunten Hang bergab / W dol kolorowym wzgórzem

Polen 2004
Regie/Buch: Przemyslaw Wojcieszek / Kamera: Jolanta Dylewska / Schnitt: Aleksander Stefanski / Musik: Bartosz Straburzynski
Mit Dariusz Majchrzak, Aleksandra Poplawska, Rafal Mackowi

Rysiek, gerade aus dem Gefängnis entlassen, kehrt in seine Heimat zurück, in das von seinen Eltern geerbte Haus. Er will sich mit Agata, seiner Ex-Freundin versöhnen und glaubt an einen Neuanfang. Agata aber ist jetzt mit seinem älteren und verhassten Bruder Jacek verheiratet und beide wollen das Haus verkaufen um in der Stadt ein neues Leben zu beginnen. Gedemütigt beschließt Rysiek um beide zu kämpfen, um Frau und Haus.

 

Das Motorrad / Motor

Polen 2005

Regie/Buch: Wieslaw Paluch / Kamera: Robert Nofikow / Schnitt: Krzysztof Semeniuk Mit Marcin Bosak, Andrzej Dabrowski, Mariusz Magoch, Ofelia Cybula

Eine polnische Kleinstadt im Jahre 1983. Eine Gruppe Jugendlicher verehrt Motorräder des Types WSK und bildet eine eingeschworene Gemeinschaft. Gienek, von allen bewundert, wirbt um die schöne Monika. Aber da ist noch Bazyl, ein sehr religiöser Junge, der sich diesem Motorradkult verweigert.
Mit Musik von Saxon, Judas Priest, Steppenwolf, Pink Floyd u.a.

Der Hüter des Bauernhofes / Správce statku

Tschechische Republik 2004
Regie/Buch/ Kamera/ Musik: Martin Duba / Schnitt:: Martin Duba, Michal Duc

Es geschieht wenig auf dem Solec-Bauernhof , der im Böhmischen Paradies (Cesky Raj) liegt. Er wird bewohnt von der Besitzern, Frau Kubová, und ihren beiden Söhnen, dem Gastwirt Marie und dem Pferdehirt Lucka. Zu Beginn der Sommerferein dreht sich wie gewohnt alles um die Sorgen und ängste der Erwachsenen und die Langeweile und Pflichten der Kinder. Mit der Ankunft des unbekannten und geheimnisvollen František ändert sich die Situation radikal. Plötzlich lernen unsere Helden Heiterkeit, Frieden und das Gefühl von Glück kennen. Doch ein bereits absehbarer Konflikt wirft seinen Schatten voraus. Aufgrund finanzieller Probleme will Frau Kubovás Mann den Hof verkaufen. Um dies zu verhindern, muss ein Plan gefunden und erfolgreich durchgeführt werden

 

Champions / Mistri

Tschechische Republik 2004

Regie: Marek Najbrt / Buch: Benjamin Tucek, Robert Geisler, Marek Najbrt / Kamera: Miloslav Holman / Schnitt: Pavel Hrdlicka / Musik: Petr Marek Mit Klara Meliskova, Will Spoor, Jiri Ornest, Jan Budar

Irgendwo in der Nähe der Grenze, in der tiefsten tschechischen Provinz: Eine nicht sonderlich gut laufende Kneipe ist der Treffpunkt für ein paar Typen, bei denen es auch nicht sonderlich gut läuft. Sie treffen sich, um auf einem alten Schwarzweißfernseher die Weltmeisterschaft im Eishockey, dem tschechischen Nationalsport, zu verfolgen.
Karel, der schon längst pleite gegangene Inhaber der Kneipe, glaubt immer noch an sein Restaurant und vor allem an die Liebe seiner Frau Zdena. Die allerdings ist längst dem eleganten und eitlen Busfahrer Milan zugetan. Der neurotische Pavel aus Prag kann im betrunkenen Zustand den Gewinner des nächsten Spiels voraussagen. Josef wiederum stammt von "Zigeunern" ab "“ so jedenfalls glauben es die anderen, die ihn zur Zielscheibe ihres Spottes machen.
Alle Hoffnungen dieser Männer richten sich auf das tschechische Team "“ und wer einem schönen Spielzug der kanadischen Mannschaft applaudiert, ist in ihren Augen "kein Tscheche".

CHAMPIONS taucht ein in eine Welt aus Alkohol, Vorurteilen, dubiosem Nationalismus, Hass und auch latentem bis offenem Rassismus. Nicht nur Josef wird zum Opfer solcher ressentimentgeladener Einstellungen, sondern auch ein Sudetendeutscher, der nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet wurde und sich wieder angesiedelt hat. Der Film von Marek Najbrt zeichnet im Milieu der Kneipe schonungslos und doch mit Humor den düsteren Mikrokosmos einer Gesellschaft und ihrer Träume. CHAMPIONS ist eine schwarze Komödie um Illusionen, die schon längst zerbrochen sind.

Non Plus Ultras

Tschechische Republik 2004
Regie: Jakub Sluka/ Buch: Jiri Popel / Kamera: Jacub Dvorsky / Schnitt: Olina Kaufmannova / Musik: Kashmir 9:41, Radim Hladí­k
Mit David Novotny, Vladimir Dlouhy, Matej Hadek, Michal Novotny, Karel Zima

Sie nennen sich "Ultras Praha", alles Englische ist ihnen heilig und doch waren sie noch nie in England. Humorvoller Blick auf das Leben einer Handvoll Männer, Fußballfans und Hooligans. Die Charaktere sind real, sie leben unter uns. Da ist Bohnenstange, ein Einzelgänger, mittleren Alters: Unverhofft wird er während eines Spieles von den eigenen Fu&zslig;ballfans angegriffen. Gerettet dank der Hilfe von Beefy, dem ungeschriebenen F&%uuml;hrer einer kleinen Fangemeinschaft, wird Bohnenstange in die Gruppe aufgenommen und beobachtet distanziert die alternden Hooligans.