Spielfilmwettbewerb

Aleš Hudský (CZ)

Aleš Hudský ist geschäftsführender Produzent und Inhaber der 1992 gegründeten Produktionsfirma SYNERGIA FILM in Prag, die zahlreiche Koproduktionen von Spiel- und Dokumentarfilmen mit EU-Ländern, Kanada und Mexiko realisierte; seit dem Jahr 2000 ist er zudem als Dozent für Film- und Fernsehproduktion an der Fakultät für Multimediale Kommunikation der Tomáš-Baťa Universität in Zlin/Tschechien tätig.
1995–1999 war Hudský Leiter von TV-Produktionen bei McCann-Erickson, TBWA und Saatchi&Saatchi; 2004 begleitete er ein EU-Kurzfilmprojekt junger Filmemacher aus 25 EU-Ländern. Weitere Produktionen waren z. B. „No escape from the shadow“(CZ 2009, Media-gefördert, Premiere in Kalkutta/Indien); „Milagro en Praga“ (SK/MEX 2014), der Dokumentarfilm „Cyril & Metodius“ (GRE/SLO/SK 2013, Media-gefördert), der Spielfilm „Colette“ (NL/UK/SK 2013) und das Dokudrama „Guns, Pucs, Beer and Dogs“ (CA 2013).
Mit deutschen Produzenten koproduzierte er z. B. Filme von Regisseur Josef Císařovský wie „Missing 45“ (2014) und „Boží mlýny“ („Die Gottesmühlen“, 2015), welcher auch im Programm des 13. Neiße Filmfestivals lief.

Jürgen Pohl (D)

Jürgen Pohl wurde 1964 in Scheeßel in Niedersachsen geboren und kam über berufliche Umwege vor 25 Jahren ins Filmgeschäft. So hat er sich zuerst ehrenamtlich in diversen Kinoprojekten engagiert, um dann beim Filmverleih zu landen. Bei der traditionsreichen Edition Salzgeber in Berlin ist er seit 1999 als Verleiher tätig. In der Zeit betreute er erfolgreich die Herausgabe der Dokumentarfilme u. a. von Volker Koepp, Gerd Kroske, Britta Wauer sowie Spielfilme von polnischen Regisseuren wie Robert Glinski, Tomasz Wasilewski und Malgorzata Szumowska auf dem deutschen Kinomarkt. Jürgen Pohl sichtet auch Filme für das internationale Bildrausch-Filmfest Basel in der Vorauswahl.

Maciej Zabojszcz (PL)

Maciej Zabojszcz setzt sich als Kulturmanager seit Jahren für die Verbreitung des Arthouse-Kinos in Polen ein.
Seit 2001 leitet er das Filmfestival "Wiosna Filmów" ("Filmfrühling") in Warschau. Dieses Festival präsentiert seit 1995 Filme, die auf anderen internationalen Filmfestivals weltweit ausgezeichnet wurden. Er ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung zur Förderung der Kunst und Filmkunst "Ruchome Obrazy" ("Bewegte Bilder") und Mitbegründer des Filmverleihs Aurora Films, der auf Arthouse spezialisiert ist. In sechs Jahren hat dieser Verleih über 100 Filme in die polnischen Kinos gebracht. Maciej Zabojszcz gehört zu denen, die 2012 das Warschauer Kino Praha vor der Schließung bewahrt haben. Es wird bis heute erfolgreich als Programmkino betrieben.

Wettbewerb Dokumentarfilm

Grit Lemke (D)

© Börres Weiffenbach

Geboren 1965 in Spremberg/Niederlausitz, studierte Grit Lemke nach einer Baufacharbeiterlehre und Arbeit im Kultur- und Theaterbereich Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literatur in Leipzig und promovierte in Europäischer Ethnologie. Seit 1991 arbeitete sie für DOK Leipzig, 2014 bis Februar 2017 als Leiterin des Filmprogramms. Seit 1998 ist sie auch für das Filmfestival Cottbus tätig und leitet dort die deutsch-sorbische Sektion „Heimat | Domownja“. Sie kuratierte zahlreiche Filmreihen, u. a. bei DOK Leipzig, der Akademie der Künste Berlin, goEast Wiesbaden sowie für Goethe-Institute weltweit. Sie hat Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und Instituten inne, ist Mentorin und Tutorin in Trainingsprogrammen, arbeitet als Autorin an Dokumentarfilmen und -serien mit sowie an Publikationen zum Dokumentarfilm und ist Dramaturgin, Journalistin, Filmkritikerin und Mitglied der BKM-Jury Dokumentarfilm. 2015 gründete sie mit Mitstreiter/innen das deutsch-sorbische Netzwerk Lausitzer Filmschaffender und 2016 die Initiative "Festivalarbeit gerecht gestalten".

Agnieszka Zwiefka (PL)

Agnieszka Zwiefka, vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilmregisseurin, ist Gewinnerin des "Silver Horn" beim Krakauer Filmfestival, des "Big Golden Nanook" beim Flahertiana Festival, des "Urania Award" bei LET'S CEE Festival, des "Zoom Award" bei MFF TMobile New Horizons und vieler anderer Preise. Ihr letzter Film "Die Königin der Stille" (2014) hatte seine Premiere im Hauptwettbewerb des IDFA-Festivals in Amsterdam, lief weltweit auf über 50 Festivals, gewann 15 Preise und wurde von Fernsehsendern wie HBO Europe, ZDF/ARTE, SVT, YLE und RAI koproduziert. In ihren Filmen balanciert sie zwischen Realität und Fantasie und schafft Werke, die die Grenze zwischen Dokumentarischem und Fiktion überschreiten. Agnieszka Zwiefka ist promovierte Medienwissenschaftlerin, arbeitet als Dozentin am Institut für Journalismus und Soziale Kommunikation an der Universität Warschau und ist Mitglied der polnischen Filmemacher-Gesellschaft. Filmografie: „Albert Cinema“ (2013), „Die Königin der Stille“ (2014).

Martin Dušek (CZ)

Martin Dušek (geb. 1978 in Česká Lípa in Nordböhmen) studierte Fernsehjournalistik an der Karlsuniversität Prag sowie Dokumentaristik an der Prager FAMU. Er ist Autor von Fernsehreportagen und Dokumentarfilmen für das Tschechische Fernsehen, wo er insbesondere das ehemalige Sudetenland thematisierte. Sein Journalistikstudium schloss er mit dem Kurzfilm "Odstřel" ("Abschuss"; 2002) ab. Auf der FAMU drehte er den Dokumentarfilm "Zvací dopis" ("Einladungsschreiben"; 2004). Zurzeit widmet er sich Fernsehkomödien und Kinderproduktionen. Sein abendfüllendes Doku-Debüt "Poustevna“("Einsiedlerhaus"), gedreht zusammen mit Ondřej Provazník, wurde auf dem Dokfilmfestival in Jihlava als bester tschechischer Dokfilm 2007 ausgezeichnet; internationale Premiere hatte der Film beim 31. Filmfestival in Göteborg 2008. "Poustevna“ wurde von der tschechischen Filmakademie für den Europäischen Filmpreis 2009 vorgeschlagen. 2009 drehte Dušek für das Tschechische Fernsehen die sarkastische Autorenreportage "Wikinger aus Brünn".

Kurzfilmwettbewerb

Petr Slabý (CZ)

1963 in Prag geboren, studierte Petr Slabý 1988–1995 an der FAMU Dramaturgie und Szenaristik. Er war Regisseur und Moderator der Musik-Fernsehsendungen „Trip“ und „60“ und arbeitete am Fernsehkulturmagazin "Artefakta" mit. Er spielte in der Serie "Předčasná úmrtí" ("Vorzeitige Todesfälle") den Jazzer Luděk Hulan und beteiligte sich am Drehbuch über Mejla Hlavsa. Als Musikpublizist schreibt er auch für Zeitschriften, ist Autor mehrerer Kolumnen über non-konforme Menschen und verfasste mit seinem Vater zwei Teile der Enzyklopädie "Svět jiné hudby" ("Die Welt einer anderen Musik"). Sieben Jahre drehte er für das tschechische TV das multikulturelle Magazin "Kosmopolis", er filmte das Porträt des US-Schriftstellers Robert Fulghum und beendete 2012 seine Arbeit am Dokumentarfilm "Rok konopí" ("Das Jahr des Hanfes").

Sabin Kluszczyński (PL)

Sabin Kluszczyński absolvierte im Jahr 2005 die "Filmschule Wrocław Mastershot", Fakultät Realisation der Filmformen, Fernseh- und Filmproduktion (IES London Zertifikat). Er arbeitet als freier Filmemacher, Kameramann, Cutter und Fotograf; außerdem produzierte er Musikvideos, Werbespots und künstlerische digitale Medien, die auf diversen Festivals erfolgreich waren. Er arbeitet mit einigen Werbeagenturen und Kultureinrichtungen zusammen. Seit vielen Jahren leitet er regelmäßig Film-Workshops im "Klub Pod Kolumnami" in Wrocław. Als Referent ist Kluszczyński im Programm "Filmbildung NOWE HORYZONTY" aktiv, ebenso in Schulen und bei Firmenschulungen. Als künstlerischer Betreuer unterstützt er soziale Produktionen, z. B. eine Reportagereihe über "Verschwindende Berufe". Zurzeit bereitet er sich auf die deutsche Premiere des Dokumentarfilms "Jakob Böhme, Leben und Werk" (Regie: Łukasz Chwałko) vor, bei dem er als Kameramann und Cutter beteiligt war. Beim Neiße Filmfestival ist er ein gerne wiederkehrender Gast.

Jutta Wille (D)

Jutta Wille begann bereits während ihres Studiums der Betriebswirtschaft für diverse Filmproduktionen u. a. als Aufnahme- und Produktionsleiterin zu arbeiten. Seit Herbst 2003 ist sie für die AG Kurzfilm tätig, zeichnet verantwortlich für den jährlich erscheinenden Kurzfilmkatalog "German Short Films" sowie diverse DVD-Kompilationen und ist somit auch Mitglied in den entsprechenden Auswahljurys. Außerdem ist sie u. a. verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung des Filmmarktauftritts der AG Kurzfilm in Clermont-Ferrand und des Deutschen Gemeinschaftsstandes in Annecy. Sie kuratiert Kurzfilmprogramme und wird regelmäßig in Festivaljurys berufen. Seit August 2013 ist sie Geschäftsführerin der AG Kurzfilm. Von 2011 bis 2015 war sie Mitglied der Jury des Hessischen Kinokulturpreises. Ferner ist sie seit 2002 in verschiedenen Funktionen auch für das Filmfest Dresden tätig.

Spezialpreis

Marta Trzeciak (PL)

Lebt und arbeitet seit elf Jahren im Dreiländereck. Geboren ist sie im Oktober 1979 in Łódź, Polen. Inzwischen arbeitet sie als Projektkoordinatorin und Dolmetscherin am internationalen deutsch-polnisch-tschechischen Projekt für Jugendliche "Lanterna Futuri" (Hillersche Villa gGmbH) sowie als Projektmanagerin am deutsch-polnischen Projekt "Karriere ohne Grenzen – Kariera bez Granic" (Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal, PONTES-Agentur). Seit drei Jahren ist sie Mitglied der internationalen Jury des Spezialpreises beim Neiße Filmfestival. Privat ist sie glückliche Mutter zweier Töchter und lebt und arbeitet in Großhennersdorf.

 

 

Christian Zimmermann (D)

Aus meiner Zeit als Altenpfleger bringe ich Respekt und Demut gegenüber dem Altern mit. Aus meiner Zeit als Tänzer bringe ich Lust am Ausprobieren mit. Aus meiner Zeit als Barkeeper bringe ich die Fähigkeit der Kommunikation mit vielen verschiedenen Menschen mit. Aus meiner Zeit als Filmproducer bringe ich Wissen über die Situation sächsischer Filmschaffender mit. Aus meiner Zeit als freier Kulturmanager bringe ich Zuversicht mit, dass Kultur Menschen zu einander bringt. Als Vater zweier Söhne bringe ich Lust am Neuen mit. Mit diesem Gepäck fahre ich seit 6 Jahren jährlich zum Neiße Filmfestival, um dort Menschen zu treffen, die mit Demut, Respekt, Kommunikation, Zuversicht und der Lust am Neuen und am Ausprobieren, gemeinsam eines der schönsten Filmfestivals Sachsens organisieren.

 

 

Martin Musílek (CZ)

Martin Musílek wurde in der tschechischen Grenzstadt Varnsdorf geboren. Nach Absolvierung der Hotelfachschule durchreiste er Europa und Asien. Danach studierte er Kulturologie an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag mit der Spezialisierung auf Kulturanthropologie, insbesondere auf das Studium von Minderheiten und Migration. Seit 2006 veranstaltet er in Varnsdorf Konzerte, Theater- und Filmvorführungen. 2011 nahm er die Stelle als Leiter des Stadttheaters Varnsdorf an, und übt diese Funktion bis heute aus. Über mehrere Jahre ist er Mitglied der Kulturkommission der Stadt Varnsdorf. Martin Musílek ist Veranstalter des Theaterfestivals Vítr z hor ("Der Wind aus den Bergen"), des Multigenre-Festes der Freude (Festival pro radost) und des internationalen Musikfestivals Mandau Jazz. Abgesehen von Musik und Theater liebt er das Meer, die Sonne, italienischen Wein und die Filmkunst.